Seminartag des DCK, Nachtrag

In der Diskussion des Züchterseminars am 17.3.13 in Nümbrecht bedurften zwei Fragen einer weitergehenden Antwort durch Frau Kämpfer:

Die erste betraf den Biotonustest. Der Biotonustest (auch Lebensspannungstest) dient der Beurteilung der Lebensenergie, der biologisch angeboreren Reaktionen und der Art der Reaktionen auf Umweltreize eines Welpens. Es wurde darüber gesprochen, ob ggf. Tiertrainer zu Rate gezogen werden sollten.

„Ob da Tiertrainer helfen können, muss man im Einzelfall entscheiden. Tiertrainer sind oft nicht mit Würfen konfrontiert und haben dadurch oft nicht genügend Erfahrung. Ich kann gerne anbieten, wer mag, kann mich vorher zwecks Durchführungsfragen anrufen. Dann den Biotonustest selbst durchführen und filmen und mir davon zur Auswertung eine DVD zusenden.“

Die zweite Frage lautete: Wie oft sollten Kinder zum Zweck der Gewöhnung an Kinder vorbeikommen, wenn der Wurf in einem Haushalt aufwächst, in dem überhaupt keine Kinder leben?

„Ich habe mal in meinen schlauen Büchern nachgesehen, aber keine konkrete Kontakthäufigkeit gefunden. Es steht immer nur angemessene Reizkonfrontation. Grundsätzlich wird empfohlen den Wurf 3 x täglich für ca. 3 Minuten gezielt diversen neuen Reizen auszusetzen neben gewöhnlichen Alltagsreizen bei dem Züchter. Aber damit sind alle gezielten Reize und Sozialisierungspunkte mit eingeschlossen.

Wichtig sind die dazwischen liegenden Ruhephasen zur Reizverarbeitung, zur Vermeidung von Reizüberflutung und zur Entwicklung der Schaltvorgänge vom Sympathikus und Parasympathikus.

Gerade bei Kontakten mit „Fremdpersonen“ muss auch die noch erhöhte Infektionsgefahr der Welpen berücksichtigt werden. D.h. es dürfen keine kränklichen und „unsensible grobe“ Menschen an die Welpen herangeführt werden.

Wenn ich auf meine ergotherapeutischen Kenntnisse zurückgreife, wird zur neurophysiologischen Stimulierung und Vernetzung mindestens 2 x wöchentlich ein Reizkontakt empfohlen.“

Ich hoffe damit die offenen Fragen beantwortet zu haben,
nochmals vielen Dank für die vielen positiven Reaktionen,

Jana Kämpfer